Kälteschäden verhindern und Schutz vor erfrieren

Ein Winterspaziergang bei eisiger Kälte und strahlendem Sonnenschein ist erholsam und regt den Stoffwechsel an. Doch ist dabei zu beachten, dass der Körper ausreichend vor Unterkühlung geschützt wird.

Die Körpertemperatur des Menschen ist unter anderem auch abhängig von der Temperatur der Umgebung, in der er sich aufhält. Das bedeutet: Ist die Umgebungstemperatur niedrig, dann sinkt auch automatisch die Temperatur des Körpers und der Mensch fängt an zu frieren. Der Schutzmechanismus des Körpers reagiert darauf sofort und beginnt Wärme zu produzieren. Die Muskeln beginnen mit der Wärmeproduktion durch kleine, schnelle Bewegungen. Um eine optimale Versorgung der lebenswichtigen Organe Herz und Gehirn zu gewährleisten, verengen sich die kleinen Blutgefäße in der Haut. Dadurch wird die Haut nicht mehr so gut durchblutet. Finger, Zehen, Ohren und Nase sind so fast schutzlos und kühlen schnell aus. Diese Körperpartien sind auch am häufigsten von Kälteschäden betroffen. Um den Körper beim Kampf gegen die Unterkühlung zu unterstützen und vor Schäden durch Kälte zu schützen, sind warme Schuhe, Mütze, Schal und Handschuhe ein unbedingtes Muss.

Es werden verschiedene Arten von Kälteschäden unterschieden. Dazu gehören die Unterkühlung und die Erfrierung. Ist die Temperatur des Körpers gefährlich niedrig, das heißt, der Körper verliert mehr Wärme, als er produziert, dann handelt es sich um eine Unterkühlung (Hypothermie). Die Symptome Zähne klappern und zittern sind eigentlich normale Reaktionen, wenn der Mensch friert. Bedrohlich wird es, wenn die Körpertemperatur weiter absinkt. Dann werden die Bewegungen des Betroffenen schwerfälliger und seine Reaktionszeit verlängert sich. Wird der Betroffene dann schnell aufgewärmt, bleibt eine Unterkühlung meist ohne Folgen.

Beim Erfrieren werden verschiedene Grade unterschieden. Generell handelt es sich dabei um eine, unter Umständen, dauerhafte Schädigung des Gewebes. Kennzeichnend für eine Erfrierung 1. Grades ist eine extrem blasse, fast weiße Gesichtsfarbe und eine Schwellung der Haut. Die betroffenen Bereiche sind gerötet und gefühllos. Werden sie erwärmt, fangen sie an zu kribbeln, schmerzen und jucken. Bei der nächsten Stufe verändert sich die Hautfarbe blaurot und es kommt zur Blasenbildung, den Frostbeulen. Diese schmerzen und sind sehr unangenehm. Bei einer Erfrierung 3. Grades ist das betroffene Gewebe dauerhaft geschädigt und stirbt ab. Der 4. Grad ist die völlige Gewebezerstörung und damit der Tod des Betroffenen.