Die Auswahl an Motorbooten und die jeweiligen Ausstattungsmerkmale sind sehr groß und unübersichtlich. Daher sollte man sich beim Kauf genügend Zeit lassen und die Bootsmessen nutzen, um sich Inspirationen zu holen.
Ein Motorboot ist ein Wasserfahrzeug, das von einem oder mehreren Verbrennungsmotoren angetrieben wird. Größere Modelle, auf denen man auch wohnen kann, werden als Motoryachten bezeichnet. Kleinere Motorboote können zumeist nur auf Binnen- und Küstengewässern gefahren werden, da sie nicht hochseetauglich sind, während große Motoryachten auch auf hoher See zugelassen sind. Für das Führen eines Motorbootes mit einer Motorisierung über 5 PS wird zumindest ein Binnen-Sportbootführerschein benötigt. Für das Fahren einer Motoryacht auf hoher See ist ein See-Bootsführerschein erforderlich. Motorboote unter 5 PS können auch ohne Führerschein betrieben werden.
Wenn man sich ein neues Motorboot kaufen möchte, sollte vorher der eigentliche Zweck des Bootes näher definiert werden. So ist eine wichtige Fragestellung, ob das Boot in heimischen Binnengewässern oder am Urlaubsort auf hoher See genutzt werden soll. Weiterhin ist zu entscheiden, ob das Boot nur für Tagestouren auf umliegenden Gewässern genutzt wird oder ob längere und weite Reisen mit dem Boot gemacht werden sollen. Nach diesen Gesichtspunkten sollte entschieden werden, ob sich ein kleines Sportboot oder eine größere Motoryacht angeschafft wird. Die Ausstattung und das Design des Bootes sind weitere wichtige Entscheidungskriterien beim Bootskauf. Das Angebot reicht von einfachen Kajüten bis zur luxuriösen Ausstattung mit TV, edlem Holz oder Designermöbeln. Die äußerliche Erscheinung von Motorbooten ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Moderne stromlinienförmige Motorboote sind genauso im Angebot wie Boote im typischen Fischkutter-Style oder Hollandboote mit großen Aufbauten. Die Motorisierung der Motorboote ist genauso vielfältig, vom Außenborder bis hin zu zwei kraftvollen Dieselmotoren. Wird das Motorboot häufig zu sportlichen Zwecken, wie Wasserskifahren oder Wakeboarden genutzt, ist ein starker Motor nötig, um in kurzer Zeit genügend Geschwindigkeit aufzubauen, um den Wasserskifahrer ziehen zu können. Bei größeren Motorbooten sind zwei Bugstrahlruder sehr komfortabel, denn dadurch lässt sich das Boot sehr leicht manövrieren.
Aber mit dem Kauf eines Motorbootes kommen auch weitere Fragestellungen auf, die wiederum mit Kosten verbunden sind. Für den Transport des Bootes zur Werft oder zum Bootssteg wird ein passender Bootsanhänger benötigt. Für den Bootsanhänger ist ein grünes Nummernschild bei der KFZ-Zulassungsstelle zu beantragen. Das eigene Auto wiederum muss von der Konstruktion her in der Lage sein, das Gewicht des Bootes samt Anhänger zu ziehen. Das Motorboot und der Anhänger dürfen das zulässige Gewicht nicht überschreiten. Ein Motorboot muss spätestens im Herbst aus dem Wasser geholt werden und während des Winters einen trockenen Lagerplatz haben. Dazu eignet sich ein Bootshaus oder aber das eigene Grundstück, wo das Boot mit einer Plane abgedeckt auf dem Bootsanhänger steht. Besitzt man weder ein eigenes Bootshaus noch ist auf dem Grundstück genügend Platz, dann kann das Motorboot auch in ein Winterlager für Boote gebracht werden oder in eine Werft zur Reparatur oder Wartung. Ein Motorboot braucht regelmäßige Pflege, besonders der Unterboden sollte jedes Jahr überprüft und neu gestrichen werden.
30. August